Geschichte Racing Club
 

Am 10. Oktober 1919 haben im Gasthaus Bad und Rössli in Gränichen einige ehemalige Mitglieder des Cosmos-Club, nach unliebsamen Vorkommnissen den Grundstein zur Gründung eines neuen Radfahrervereins Gränichen gelegt. Es waren 19 Mann anwesend. Sofort wurde einen provisorischen Vorstand gebildet und gewählt.

Schon 4 Tage später bekundeten bei der ersten Versammlung 25 anwesende Mitglieder die Treue zum neu gegründeten Verein. Es wurde der erste Vorstand gewählt mit Max Suter, Präsident; Gustav Läuppi, Vize-Präsident; Otto Lehner, Aktuar und Huldrich Lehner, Werner Schraner, Paul Suter Rütihof und Paul Lehner. Gleichzeitig wurde beschlossen eine Vereinsmeisterschaft in Form eines Fliegerrennens durchzuführen. Dieses wurde am 26.Oktober ausgetragen und von 29 Mitgliedern bestritten. Sieger war Otto Suter vor Gustav Läuppi und Otto Lehner.

Die Anmeldung in den Schweizerischen Radfahrerbund SRB wurde sofort eingereicht. Der Bescheid war negativ mit der Begründung, man müsse sich einem der 3 bestehenden Radfahrerclubs in der Umgebung anschliessen. Lange und mühsame Verhandlungen mit den andern Clubs die eine Verschmelzung zu einem Radfahrerverein Gränichen zum Ziele hatten, verliefen ergebnislos. Nachdem auch die UCS, der welsche Verband das Aufnahmegesuch aus Konsequenzgründen abgelehnt hatte, war dem neuen Verein nur noch der Velo Club Küttigen freundlich gesinnt und bereit diesen aufzunehmen. Doch man liess sich nicht entmutigen und führte weitere Sondierungen direkt beim Verband in Zürich durch. Dabei hatten Paul und Max Suter sowie Gustav Läuppi Erfolg. Der Zentralpräsident Willy Wichmann kam persönlich zu einer gemeinschaftlichen Aussprache mit allen beteiligten Clubs nach Gränichen. Nach seiner objektiven Beurteilung wurde dem Aufnahmegesuch entsprochen. Trotz den damaligen Behauptungen, der neue Club sei eine "Eintagsfliege" mussten die Gegner schnell die Segel streichen. Den erstgewählten Namen Radfahrer Verein überliess man dem Cosmos-Club und wählte den heutigen Namen Racing Club Gränichen. Dieser wurde als neue Sektion des SRB im März 1920 aufgenommen.

Die Vereinstätigkeit galt als das höchste Gebot. Jeden Monat eine Versammlung, Pflege des Tourenfahren, Ausbildung von Rad-Rennfahrern und Pflege des Mannschaftsfahrens. Als gesellige Anlässe waren Abendunterhaltungen und Theater vorgesehen. Im Weitern die Anschaffung eines Home-Trainer-Apparates und zudem Anschaffung einheitlicher Sportkleider bereits im ersten Vereinsjahr. Wie war das möglich werden die Jungen sagen, woher das Geld? Mit vereinten Mitteln kam es zustande. Wenn es galt Anschaffungen zu tätigen wurde zwei bis drei Mal im Jahr einen Extrabeitrag von Fr. 2.- geleistet.

Wir waren aber auch aktiv in der Durchführung von Radquers, Km-Test und Geschicklichkeitsfahren. In dieser Disziplin konnten doch auch grosse Erfolge verbucht werden. Mit den Jahren wurden die Radquers defizitär und mit der Mountainbikebewegung wurde die Radsportszene neu aufgemischt. Praktisch von Anfang an organisierten wir Mountainbikerennen zuerst regional dann auch mit internationalen Rennen. Zur Zeit sind unsere Rennen bekannt und geschätzt, da die Messlatte für Teilnehmer und veranstalter sehr hoch angesetzt wird. Zweimal (2000 und 2007) haben wir sogar die Schweizermeisterschaft durchgeführt.

Heute funktioniert unser Verein etwas anders als früher. Die Finanzen werden über die Mitgliederbeiträge, sowie durch verschiedenste Veranstaltungen "beschafft". Mit einer Mitgliederzahl um 200 sind wir der 3. grössten Verein unseres Dorfes.

Mit der Erstellung und Eröffnung des ersten Bike-Lehrpfades im Kanton habenwir unsere Stellung weiter gefestigt. Da es sich um eine öffentliche Anlage handelt und ohne Gebühren befahren werden kann, sind wir auch hier auf Sponsorensuche.

 
 
Stand April 2010